Die Veranstaltungstechnik ist eine Branche mit einer eigenen, oft internationalen Fachsprache. Viele Begriffe kommen aus dem Englischen und werden im deutschsprachigen Raum unverändert verwendet — Line Array, DMX, LED Wall, Hazer, Followspot. Andere Begriffe existieren parallel in deutsch und englisch, wobei je nach Region, Betrieb und Kontext unterschiedliche Bezeichnungen üblich sind. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus Beschallung, Licht, Video und Bühnentechnik kompakt und praxisnah.
A/D-WANDLER: Analog-Digital-Wandler. Bauteil oder Gerät, das analoge Audiosignale in digitale Daten umwandelt. Zentral in jedem digitalen Mischpult. Die Qualität des Wandlers beeinflusst maßgeblich den Klang des Gesamtsystems. AMBISONICS: Raumklangformat, das Audioinformationen aus allen Raumrichtungen dreidimensional codiert. Besonders relevant für VR-Produktionen und immersive Klangerlebnisse. AUDIO-RACK: Gestellrahmen (meistens 19-Zoll-Standard) zur strukturierten Unterbringung von Audioprozessoren, Verstärkern und Zubehör. AUX-WEG: Hilfsausgang am Mischpult, über den Teilmischungen für Monitoring, Recording oder Effektgeräte abgegriffen werden. BANDPASS: Lautsprechergehäuse oder Filtertyp, der nur einen bestimmten Frequenzbereich durchlässt. In der Beschallung oft für Subwoofer-Konfigurationen verwendet.
BEAM: Im Lichtbereich ein gebündelter, eng fokussierter Lichtkegel, wie er von Moving-Head-Beam-Geräten erzeugt wird. BELASTBARKEIT: Die maximale elektrische Leistung in Watt, die ein Lautsprecher oder eine Leuchte dauerhaft aufnehmen kann, ohne Schaden zu nehmen. BREAKOUT-RAUM: Nebenraum bei Konferenzen für parallele Kleingruppensessions. Technisch eigene Beschallungs- und Lichtinstallation erforderlich. CAT: Kurzbezeichnung für Ethernet-Netzwerkkabel (Category 5, 6, 7 usw.). Im modernen AV-Bereich zur Übertragung von Audio (Dante, AVB), Video (HDBaseT) und Steuerung (IP-Netzwerk) weit verbreitet. COLORWHEEL: Farbscheibe in Moving-Head-Geräten, die durch Rotation vor der Lichtquelle verschiedene Farbfilter einsetzt.
CUE: Ein gespeicherter Befehlssatz in Licht- oder Tonpulten, der eine definierte Aktion auslöst — zum Beispiel einen Lichtstand oder einen Soundeffekt. Auch als Stichwort für Aktionen bei einer Veranstaltung (Regie-Cue). DANTE: Netzwerkbasiertes Audioübertragungsprotokoll von Audinate. Ermöglicht die Verteilung vieler Audiokanäle über ein Standard-IP-Netzwerk. Im professionellen Veranstaltungsbereich zunehmend Standard. DELAY-LINE: Zusätzliche Lautsprecher im hinteren Bereich großer Säle oder Freilichtgelände, die mit einer Zeitverzögerung betrieben werden, um Echos zu vermeiden und eine gleichmäßige Beschallung zu gewährleisten. DI-BOX: Direct Injection Box. Wandelt unsymmetrische Audiosignale (z.B. von Gitarren oder Tasteninstrumenten) in symmetrische Signale für das Mischpult um. Reduziert Brummen und Störgeräusche. DMX: Digital Multiplex. Standardprotokoll zur Steuerung von Bühnenlicht, Moving Heads, Dimmern und Effektgeräten über ein 5-poliges XLR-Kabel oder IP-Netzwerk (Art-Net, sACN).
DOWNSTAGE: Bühnenvorderkante, dem Publikum am nächsten. Gegenteil: Upstage. Im internationalen Showbusiness auch im deutschen Sprachraum übliche Terminologie. DRAPING: Stoff- oder Textildekoration auf der Bühne oder im Saal zur optischen Gestaltung. Nicht direkt AV-Technik, aber oft Teil des AV-Dienstleistungsangebots. ELLIPSOIDAL: Linsenscheinwerfer (auch Profil-Scheinwerfer oder ERS) mit scharf begrenztem Lichtkegel und einsetzbaren Gobo-Rahmen. Standard in Theatern und bei Konferenzen für Logo-Projektion und gezielte Ausleuchtung. EQUALIZER (EQ): Gerät oder Softwarefunktion zur frequenzspezifischen Pegelanpassung von Audiosignalen. Dient der Klangformung und der Kompensation von Raumakustik. ETHERNET: Standard-Netzwerkprotokoll, das im modernen AV-Bereich die Grundlage für Audioübertragung (Dante), Video-over-IP und Gerätesteuerung bildet.
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Try CueQuote Free →FADE: Allmähliches Auf- oder Abblenden eines Lichtstands oder Audiosignals. Grundbegriff in Licht- und Tonsteuerung. FIXTURE: Im Lichtbereich Bezeichnung für ein einzelnes Leuchtmittel oder einen Moving Head. In Steuerpulten und Software wird jede Leuchte als eigene Fixture konfiguriert. FLOORPACKAGE: Bodennahe Lautsprecheranordnung für Front-Fill oder Stage-Monitoring. FOLLOW SPOT: Verfolgungsscheinwerfer, der manuell einer Person auf der Bühne folgt. Standard bei Galas, Preisverleihungen und Musikproduktionen. FRONT-FILL: Lautsprecher an der Bühnenkante, die Publikumsreihen nahe der Bühne beschallen, die vom Hauptsystem nicht optimal abgedeckt werden.
GAIN: Verstärkungsfaktor eines Signals. Am Mischpult der Eingangsregler, der den Pegel des Rohsignals vor der Kanalverarbeitung einstellt. GOBOS: Formblenden aus Metall oder Glas, die in Profilscheinwerfer eingesetzt werden und beliebige Formen oder Logos als Lichtmuster projizieren. GROUND SUPPORT: Bodengestützte Truss-Konstruktion als Alternative zu geriggetem Hanging-System. Für Locations ohne Tragwerke an der Decke unverzichtbar. HAZER: Nebelmaschine, die feinen, lang anhaltenden Dunst erzeugt. Macht Lichtstrahlen sichtbar, ohne die Sicht wie bei schwerem Bühnennebel zu beeinträchtigen. HDMI: High-Definition Multimedia Interface. Verbreiteter Standard zur Übertragung von digitalem Video und Audio über kurze Distanzen. Für professionelle AV-Installationen oft durch SDI oder Fiber ersetzt.
HDBaseT: Technologie zur Übertragung von HDMI-Video, Audio, Netzwerk und Strom über Ethernet-Kabel (CAT). Ermöglicht Videoübertragung über Distanzen bis 100 Meter. IEM: In-Ear-Monitoring. Kabelgebundenes oder drahtloses Ohrhörer-System für Bühnenpersonal und Interpreten. Ersetzt in modernen Produktionen weitgehend die traditionellen Monitorboxen. INPUT LIST: Technische Riderunterlage mit allen Signalquellen einer Produktion. Grundlage für die Planung von Mischpult, Stagebox und Verkabelung. INTERCOM: Drahtgebundenes oder drahtloses Kommunikationssystem für Bühnentechnik, Regie, Licht und Ton. Standard bei professionellen Produktionen. IP-RATING: Schutzklasse nach IEC-Norm, die Widerstandsfähigkeit gegen Staub und Feuchtigkeit angibt. Für Outdoor-AV-Equipment ab IP54 empfehlenswert.
LASER: Laseranlage zur Bühnen- und Eventillumination. In Deutschland meldepflichtig und mit besonderen Sicherheitsanforderungen (Laserklasse, Abstandsregeln). LFE: Low Frequency Effects. Der tieffrequente Kanal im Surround-Tonformat (der Punkt in 5.1 oder 7.1). LINE ARRAY: Vertikal gestapeltes Lautsprechersystem, das durch das Zusammenwirken der einzelnen Elemente eine gleichmäßige, fernreichende Schallabstrahlung erzeugt. In der modernen Veranstaltungstechnik der Standard für mittlere und große Beschallungsanlagen. LED WALL: Großflächige LED-Videowand aus einzelnen Panels zusammengesetzt. Ersetzt in vielen Anwendungen Projektoren, da sie heller, kontrastreicher und von allen Seiten einsetzbar ist. LOOP-THROUGH: Durchschleifanschluss an Geräten (Lautsprecher, Displays), der das Signal ohne Verlust an das nächste Gerät weitergibt.
MATRIX: Im Audiobereich eine Routing-Einheit, die beliebige Eingänge mit beliebigen Ausgängen verbinden kann. Standard in größeren Beschallungsinstallationen. METERBRIDGE: Pegelanzeige-Leiste, oft oberhalb des Mischpults montiert, die Signalpegel mehrerer Kanäle gleichzeitig anzeigt. MIDI: Musical Instrument Digital Interface. Steuerprotokoll für Musikinstrumente und AV-Geräte. In der Veranstaltungstechnik zur Synchronisation von Licht- und Tonsteuerung eingesetzt. MONITOR: Im AV-Kontext ein Bühnenlautsprecher, der dem Bühnenperformer sein eigenes Audiosignal zurückspielt. Auch Bezeichnung für Bildschirme in Video- und Regie-Kontexten. MULTICORE: Mehradrige Kabelverbindung (oft als Snake bezeichnet) zwischen Stage-Box und Mischpult, die viele Audiokanäle gleichzeitig überträgt. NF-KABEL: Niederfrequenzkabel für Audiosignale. Synonym zu Audiokabel. Im Profi-Bereich als symmetrisches XLR-Kabel ausgeführt.
PA-SYSTEM: Public Address System. Allgemeiner Begriff für eine Beschallungsanlage, die für ein Publikum gedacht ist. PATCH: Schaltverbindung zwischen Signalquellen und Zielen. Im Ton das Routing von Stagebox-Kanälen zu Mischpult-Inputs. Im Licht die Zuweisung von DMX-Adressen zu Fixtures. POWER DISTRIBUTOR: Stromverteileranlage für Veranstaltungstechnik. Verteilt Drehstrom auf einzelne Geräte mit Absicherung und oft RCD-Schutz. RIDER: Technische und hospitality-bezogene Anforderungsliste eines Künstlers oder einer Produktion. Enthält Mindestanforderungen an Equipment, Backline, Catering und Unterkunft. RIGGING: Das sichere Aufhängen von Lautsprecher-Arrays, Lichtbrücken, LED-Walls und Bühnenelementen an Traverse oder Deckenstruktur. Ausschließlich durch ausgebildete und zertifizierte Fachkräfte durchzuführen.
SDI: Serial Digital Interface. Profi-Standard zur Übertragung von HD- und UHD-Videosignalen über Koaxialkabel. Üblich in Broadcast- und Event-Videoproduktionen. SOFTPATCH: Softwarebasiertes Routing ohne physische Kabeländerung, realisiert in digitalen Mischpulten oder Lichtsteuerungen. STAGE BOX: Steckverbinderfeld auf der Bühne, das Mikrofon- und Instrumentensignale über Multicore zum Mischpult überträgt. Auch als Snake-Box bezeichnet. TRUSS: Traverse. Aluminium- oder Stahlkonstruktion zum Aufhängen von Licht, Ton und Video. Standard bei praktisch jeder professionellen Veranstaltung. UHF: Ultra High Frequency. Frequenzband für drahtlose Mikrofone und IEM-Systeme. In Deutschland durch die Bundesnetzagentur reguliert — stets lizenzierte Frequenzen verwenden. VIDEO WALL: Großes Display aus mehreren zusammengesetzten Bildschirmen oder LED-Modulen. Für großflächige Inhaltspräsentation auf Messen, Konferenzen und Konzerten. XLR: Steckverbinderstandard für symmetrische Audioverbindungen. Das universelle Verbindungskabel der professionellen Veranstaltungstechnik. ZOOM LENS: Optisches System in Scheinwerfern oder Kameras, das den Abstrahlwinkel variabel einstellt, ohne die Schärfe zu verlieren.